Episodenführer

Am Anfang....

....stand, wie so oft, eine Niederlage. Rockne S. O'Bannon, der sich im TV-Genre hauptsächlich durch seine Mitarbeit an den Genre-Serien "Alien Nation" und "Seaquest" hervorgetan hatte, entwickelte die Idee zu "Farscape" bereits 1993, fror sie jedoch wieder ein, da es einfach nicht finanzierbar war.
1998 schließlich meinte es das Schicksal mit allen SCI-FI-Fans gut, denn der aufstrebende amerikanische SCI-FI-Channel fühlte sich nun stark genug, seine erste eigene Serie auf die Beine zu stellen. Die Wahl fiel auf "Farscape"-Konzept, das Henson über mehrere Jahre hinweg wie Sauerbier auf dem US-Markt angeboten hatte. Das Skript hatte sich zwar nicht wesentlich geändert, doch die Tricktechnik war mittlerweile besser und erschwinglicher, weswegen einer Umsetzung nichts mehr im Wege stand. Doch was sollte da eigentlich auf die nichts ahnende Menschheit losgelassen werden?

 

Story

O'Bannon : "Farscape ist die Geschichte des Astronauten John Crichton, der bei einem Testflug durch ein Wurmloch geschleudert wird und irgendwo am anderen Ende des Universums erwacht. Er verbündet sich mit einer Gruppe politischer Flüchtlinge, die an Bord des gigantischen, organischen Raumschiffs Moya vor den Peacekeepern, den Bösewichtern der Serie, flüchten. Inmitten der Abenteuer, die unsere Helden erleben, vergisst Crichton jedoch nie, nach einem Weg zur Erde zu suchen, ebenso wenig, wie er seine Wissenschaftler-Natur ignorieren könnte. Egal, wie sehr er sich mit seinen Kameraden anfreundet, egal, welch wundersame Entdeckung vor ihm liegen mögen, sobald er die Chancen bekommt, wird er, der tragische Held, zu seinem Planeten, der Erde, zurückkehren."

Auf gewisse Parallelen zu "Star Trek: Voyager" angesprochen, hat O'Bannon eine deutliche Antwort parat:"Crichton ist kein angestaubtes Relikt oder gar nur eine schlechte Kopie alter Ideen, sondern einer von uns, denn er stammt aus unserer Zeit. Hey, aller Wahrscheinlichkeit nach war er in seiner Jugend selbst ein "Star Trek"- Fan. Anders als die Trek Figuren befindet er sich aber in einer völlig neuen Welt, voller Wunder und Mysterien, zu denen er erst den Bezug entdecken muss. Kleines Beispiel: Als er sich eine Waffe der Peacekeeper schnappen kann, hat er nicht den Hauch einer Ahnung, wie zum Henker man das Ding abfeuert, da es keine Ähnlichkeit zu unseren Waffen aufweist. Die Moya, unser Schiff, weist ebenfalls keine Ähnlichkeiten zur Enterprise auf. Es gibt keine militärische Hierarchie. Die Crew kennt sich noch nicht. Ihre Reise fängt gerade erst an.

Die Crew

  Commander John Crichton (Ben Browder)

....ist derjenige unter der Crew, dem in haarsträubenden Situationen immer die besten Einfälle kommen, und man sieht ihm an, dass er seinen jetzigen Zustand mehr als genießt.

     
  Officer Aeryn Sun (Claudia Black)

....diente ihr ganzes Leben lang als Peacekeeper, bevor sie durch den missglückten Einsatz auf der Moya selbst die Flucht ergreifen musste, angeblich wegen zu engen Kontakt zu fremden Lebensformen. Langsam akzeptiert sie die Tatsache, dass sie wohl nie wieder zurück zu ihrem Volk finden wird, möchte aber trotzdem nicht all ihre Prinzipien über Bord werfen. Aeryn ist für den Kampf ausgebildet und nutzt jede Gelegenheit, um dies zu demonstrieren.

     
  Pa'u Zotoh Zhaan (Virginia Hey)

.....ist 812 Jahre alt, besitzt eine blaue Haut und trägt selten mehr als einen Umhang um ihren verführerischen Körper. Sie ist Priesterin der 9.Ebene, was bedeutet, dass sie auf spiritueller und emotioneller Ebene eine hohe Reife erlangt hat.

     
  General Ka D'Argo (Anthony Simcoe)

....gehörte der Rasse der Luxaner an, einem kriegerischen Volk ähnlich der Klingonen aus "Star Trek". Deshalb darf man sich auch nicht wundern, wenn er in Konfliktsituationen lieber zur Waffe greift als Diplomatie walten zu lassen.

     
  Rygel XVI (John Eccleston)

....sollte eigentlich als Herrscher sein Volk regieren, doch er wurde von seiner Familie verraten und um den Thron gebracht. Nun will er zurückkehren, um endlich seinen angestammten Platz als Oberhaupt einzunehmen. Rygel sieht ein wenig aus wie eine misslungene Kreuzung zwischen E.T. und Yoda und bewegt sich bevorzugt auf einer Schwebeplattform durch die Gänge der Moya.

     
  Pilot

....ist das Kontrollzentrum der Moya, deren Systeme von ihm überwacht und in Stand gehalten werden. Sein Oberkörper ist ein organischer Auswuchs aus dem Schiffsboden, denn er und die Moya leben in Symbiose.

     
  Chiana (Gigi Edgley)

....Chiana ist in den ersten 14 Folgen die in Deutschland erhältlich sind noch nicht aufgetreten.

     

Der Feind

  Bialar Crais (Lani John Tupu)

..... und sein Bruder Tauvos wachsen in einer Bauern-Familie auf dem Land auf. Doch schon früh werden sie aus dem Schoss der Familie entrissen und dem Sebacean Peacekeeper Militär-Kommando einverleibt.Beide Brüder machen Karriere und halten auch in dieser Zeit wie Pech und Schwefel zusammen.Es ist John Crichton, der die beiden trennt: Als sein Shuttle nach einem misslungenem Experiment durch ein Wurmloch gesogen wird und beim Austritt unkontrolliert das Schiff von Tauvos rammt, kommt Bialars Bruder auf tragische Weise ums Leben.Und auch wenn Bialar Crais irgendwo in seinem Innersten "weiss", dass die Sache ein Unfall war, lässt er von seiner gnadenlose Jagd auf Crichton nicht ab.Dass dessen Teamkollegen entflohene Häftlinge der Peacekeeper sind, schafft nur noch einen zusätzlichen Anreiz.Und um sein Ziel zu erfüllen ist Crais jedes Mittel recht... selbst wenn er sich dabei gegen seine eigenen Leute stellen muss.

 


 

Die Macher

  Rockne S. O'Bannon

Rockne S. O'Bannon ist der Creator der Serie Farscape. Die Ausgewogenheit der Charaktere, das Konfliktpotential, das in Ihnen steckt, als auch die Unmengen an offenen Fragen, die sich dem Zuschauer am Ende der Pilotfolge stellen, lassen ahnen, dass er alles andere als ein unbedarfter Autor ist.Rockne S. O'Bannon begann seine Karriere als Editor für The Twilight Zone (1985/86).Kurz darauf schrieb er für Steven Spielbergs Amazing Stories die Episode Life on Death Row.Der große Coup gelang ihm 1987, als er sein Drehbuch für den späteren Kino-Kassenschlager Alien Nation verkaufte. Die Komplexität des "Alien Nation"-Universums beweisen die Fortsetzung des Films durch eine TV-Serie, mehrere TV-Filme, sowie Bücher und Comicserien.

Beim Film Fear (1989), für den er auch das Drehbuch schrieb, führte er erstmals Regie.

     
  Brian Henson

Brian Henson, Sohn des viel zu früh verstorbenen Jim Henson, ist "hauptberuflich" President der Jim Henson Company, also der Firma, die uns normalerweise Serien wie die Sesamstrasse, die Muppets oder Der Bär im grossen blauen Haus bringt. Farscape ist aber nicht die erste Betätigung der Jim Henson Company im SciFi Umfeld. Die meisten werden sich sicherlich noch an die Creatures und Puppen aus Star Wars erinnern, die allesamt aus der Henson-Puppen-Schmiede stammen. Die Firma arbeitet dabei weltweit verteilt: Es gibt verschiedenste Produktionsstätten in Europa (England), Amerika und Australien.

Wie weit sich die Kunst dieser Firma über die Zeit ihres Bestehens entwickelt hat wird besonders klar, wenn wir uns Rygel XVI oder Pilot vor Augen führen, beides Puppen-Technische Meisterwerke, die sich vor ihren Star Wars Kollegen wie beispielsweise Yoda keineswegs verstecken brauchen. Ganz im Gegenteil!

Die Jim Henson Company war über lange Zeit in Familienhand, wechselte aber Mitte 2000 zur deutschen EM TV, die inzwischen 100%-ige Inhaberin ist.

     

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